Koordinierte Varroabehandlung

Die Bienenzüchtervereine Basel, Arlesheim und Dorneck haben im Jahr 2014 gemeinsam beschlossen, in ihrem Vereinsgebiet eine koordinierte Varroabehandlung der Bienenvölker durchzuführen. Das Ziel ist, mit den zurzeit bestens bewährten Methoden zeitlich koordiniert eine signifikante Verminderung der Varroaschäden zu erreichen. Im 2015 hat sich auch der Bienenzüchterverein Laufental als vierter Verein der koordinierten Varroabehandlung angeschlossen.


Koordinierte Varroa-Behandlung 2018

 

Nach Abschluss der ersten Varroa Langzeit-Sommerbehandlung ergibt sich auf Grund der Rückmeldungen das folgende Bild:


dieses Jahr ist der Parasitisierungsgrad in der Mehrzahl der Bienenstände des Bezirks Arlesheim gering, nur vereinzelt mässig. Stark parasitierte Völker sind kaum beobachtet worden. Es erhärtet sich die Vermutung, dass ein Zusammenhang mit der trocken/heissen Witterung besteht. Sichtlich haben die Varroen mit der anhaltend hohen Sommertemperatur ein Vermehrungsproblem – gut so! In allen Fällen weisen die Zahlen auf einen guten bis sehr guten Behandlungserfolg, auch dies als Folge der sommerlichen Temperaturen und geringen relativen Luftfeuchtigkeit.


In Anbetracht der prognostizierten Temperaturen bleiben wir bei der Empfehlung, die


zweite Behandlung wie früher kommuniziert, in der Zeitspanne 25. – 28. August zu beginnen.


Am kommenden Freitag 24.8. wird eine starke Abkühlung erwartet, mit nachfolgendem graduellem Temperaturanstieg. Dies sind erfahrungsgemäss ideale Bedingungen für die Ameisensäurebehandlung, sodass mit gutem Behandlungserfolg gerechnet werden kann. Eine termische Abdeckung ist im Schweizerkasten trotzdem zwingend, um dem Effekt der nächtlichen Abkühlung entgegenzuwirken.


Für die Kontrolle der Milbenzahlen gehen wir wie folgt vor:

 

  1. 1-2 Tage vor Beginn der zweiten Behandlung gittergeschützte Unterlagen reinigen und den natürlichen Milbenfall pro Tag erfassen. (Diese Zahl mit 100 bis 200 multipliziert ergibt die grob geschätzte Milbenzahl im Volk).
  2. Währen und bis ca. 14 Tage nach Beginn der zweiten Behandlung werden in zwei bis drei Zählungen die Gesamtzahl der toten Milben erfasst und zusammengezählt (Schätzung). Diese Zahl gibt uns im Vergleich mit 1. einen Hinweis auf die Behandlungswirkung. 
  3. Ca. 20. September reinigen wir die Unterlagen und erfassen nochmals den täglichen natürlichen Milbenfall, wie unter 1. Zu diesem Zeitpunkt sollten die Völker „sauber“ sein, und es sollte in der Regel weniger als 2 Milben pro Tag herunterfallen. In Völkern mit deutlich höheren Fallzahlen sollte eine dritte Langzeit-Behandlung erwogen werden. 

Wir sind allen Imkern/innen sehr dankbar, welche sich die Mühe nehmen, die Varroazählungen durchzuführen, dieses Formular auszufüllen und Ben Reinhardt bis zum 25. September per Post oder als e-mail Anhang zu schicken. Wie bisher wird jede e-mail Einsendung persönlich beantwortet, mit Interpretation der Daten und Ratschlägen.  Die Zahlen dienen ausschliesslich der Auswertung der Ergebnisse. Der persönliche Datenschutz ist gewährleistet.

 20.08.2018 – Ben Reinhardt

 

 

 

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