Koordinierte Varroabehandlung

Die Bienenzüchtervereine Basel, Arlesheim und Dorneck haben im Jahr 2014 gemeinsam beschlossen, in ihrem Vereinsgebiet eine koordinierte Varroabehandlung der Bienenvölker durchzuführen. Das Ziel ist, mit den zurzeit bestens bewährten Methoden zeitlich koordiniert eine signifikante Verminderung der Varroaschäden zu erreichen. Im 2015 hat sich auch der Bienenzüchterverein Laufental als vierter Verein der koordinierten Varroabehandlung angeschlossen.


Koordinierte Varroa-Behandlung 2018

 

Der Bienenzüchterverein Arlesheim wird auch dieses Jahr auf Wunsch der Mehrheit der Mitglieder die Varroabehandlung zeitlich koordiniert durchführen. Die empfohlenen Behandlungs-Zeitfenster sind:


Beginn erste Langzeitbehandlung Ameisensäure: 21. – 24. Juli
Beginn zweite Langzeitbehandlung Ameisensäure : 25. – 28. August
Winterbehandlung Oxalsäure: im brutfreien Zustand (November – Januar)


Die Daten für die Ameisensäurebehandlung sind Zieldaten. Wir möchten vermeiden, dass die AS-Behandlungen in eine nasskalte Regenperiode fallen und werden die empfohlenen Daten kurzfristig (d.h. am 16. Juli, resp. 20. August) per Email bestätigen oder falls nötig verschieben. 


Vorbereitungen
Vorgängig zur ersten Ameisensäurebehandlung müssen die Honigaufsätze abgeräumt und die Völker mit ca. 5 Liter Zuckerwasser gefüttert worden sein. Dies bedingt ein Abräumdatum spätestens 15. Juli.


Waldtracht im Dorneck und hinteren Leimental
Dieses Jahr ist das Einsetzen einer bedeutenden Blatt/Waldhonigtracht im Juli sehr gut möglich. Mit den sommerlichen Temperaturen der letzten Wochen und der gegenwärtig hohen Feuchtigkeit herrschen für die rapide Vermehrung von Blattläusen gute Voraussetzungen. Im positiven Fall müsste die erste Behandlung in den genannten Regionen später angesetzt werden. Eine entsprechende Nachricht werden wir zur gegebenen Zeit übermitteln.


Varroabefall kontrollieren – nach Bedarf Notbehandlung durchführen
Wir haben im Laufe der vergangenen Jahre wiederholt darauf hingewiesen, dass es zwingend ist, ab ca. Mitte Mai den natürlichen Varroabefall zu messen (gittergeschützte Unterlagen, Puderzuckermethode, Drohnenbrutkontrolle). Es sollte zum jetzigen Zeitpunkt bereits klar sein, welche Völker durch starken Varroabefall auffallen. Für deren Überleben ist es zwingend, bereits jetzt entsprechende Massnahmen zu treffen (s. Merkblätter Varroabehandlung BGD, insbesondere Notbehandlungen, inklusive Drohnenschnitt).

Varroabefall–Kontrolle vor/während und nach der Sommerbehandlung
Drei Messungen sind für die Beurteilung des Behandlungserfolgs wichtig:
1.    Natürlicher Milbenfall/Tag vor Beginn der Behandlung (Wie stark ist das Volk befallen?)
2.    Totaler Milbenfall während der Behandlung (Wie viele Milben wurden eliminiert?)
3.    Natürlicher Milbenfall/Tag drei Wochen nach Behandlungsbeginn (Wie „sauber“ ist das Volk nach erfolgter Behandlung?)
Die 3. Messung ist Grundlage für die Entscheidung, die zweite Behandlung eventuell vorzuziehen. Bei mehr als 10 Milben pro Tag muss die zweite Behandlung sofort erfolgen. Damit wird das Überschreiten der Schadenschwelle vermieden und Zeit gewonnen, um eventuell eine dritte Behandlung durchzuführen, bevor die Tagestemperaturen dafür zu tief sind.

Rückmeldungen
Wie letztes Jahr sind wir für Rückmeldungen sehr dankbar. Wir werden jede Email-Rückmeldung kommentieren und mit eventuellen Ratschlägen beantworten. Wir danken all jenen, welche mit ihrer Beteiligung an der Rückmeldung helfen, das Behandlungsprogramm zu optimieren.

 

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